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BiPI

 

Die Pfadfinderbewegung geht auf die Idee und die Begeisterung des Engländers Baden Powell zurück. Für seine Verdienste um den Aufbau dieser Organisation wurde er später zum Lord of Gilwell geadelt.

Pfadfinder nennen ihn meist BiPi, was der Aussprache seiner Initialen entspricht.

Er erlebte schon in seiner Jugend die Natur mit seinen Brüdern sehr intensiv und unternahm zahlreiche abenteuerliche Unternehmungen mit ihnen.

Später als Offizier in der britischen Armee fiel er durch unorthodoxe Methoden auf. BiPi übertrug seinen Männern bewußt eine hohe Verantwortung und förderderte damit ihre Eigeninitiative..

Durch den Burenkrieg zu einer nationalen Berühmtheit geworden interessierten sich viele junge Menschen plötzlich für seine Bücher die sich mit der Ausbildung von Kundschaftern (Scouts) beschäftigten.
Die in den Büchern beschriebenen Techniken (Anschleichen, Feuer machen, Spuren lesen) wurden von den Jugendlichen in Spielen umgesetzt.

BiPi erkannte seine Verantwortung und schrieb für die Jugendlichen seine Bücher um. Nun konnten die Jugendlichen diese an sich nicht militärischen Techniken in einer für sie geeigneten Form erlernen. BiPi hoffte, dadurch die Entwicklung der Jugendlichen positiv zu beeinflussen.

 


1907 startete er ein Probezeltlager um seine Ideen in der Praxis zu testen. Er unternahm diesen Versuch mit Kindern aus allen sozialen Schichten. Zur damaligen Zeit war dies äußerst ungewöhnlich, da die Gesellschaft in feste Schichten gepreßt war.
Um die sozialen Unterschiede möglichst nicht mehr sichtbar werden zu lassen führte er die Pfadfinderkluft ein. Sie vermittelte den Jungen Zusammengehörigkeitsgefühl, war praktisch für Spiele im Wald und machte die soziale Herkunft nicht mehr an der Kleidung sichtbar.
Dies waren die Ziele, die BiPi mit der Kluft erreichen wollte. Ihm stand sicher nicht der Sinn nach einer militarisierung der Jugend mittels einer Uniform. Leider ist vielen Kritikern der Kluft der Hintergrund ihrer Einführung nicht bekannt.

Die von Baden Powell  geschaffene Bewegung sollte seinem Willen nach international, unpolitisch und für jeden offen sein. Dabei war ihm der Respekt vor anderen Religionen und Nationalitäten sehr wichtig. Die Pfadfinderei sollte den Jungen bleibende Werte vermitteln. Er wollte ihre Entwicklung zu verantwortungsbewußten Bürgern fördern. Die Verantwortungsbereitschaft des Pfadfinders gegenüber seinem Land und Gott bringt dies zum Ausdruck.

BiPi´s charismatisches Wesen und die Idee die hinter dem Pfadfindertum steht führten zu einer raschen Verbreitung um die gesamte Welt.

22.2.1857 B.P wird als sechstes von acht Kindern des Theologen Baden Powell und seiner dritten Gattin Henrietta Grace Smyth geboren. Taufpate ist Robert Stephenson, der Erfinder der Dampflokomotive
1959 Tod des Vaters
1870 Eintritt in die Charterhouse-Schule, einer Art Internat. Dort entdeckt er für sich den Reiz des "Waldläufertums" während seiner Streifzüge im Park.
1876 Beginn der militärischen Laufbahn. Übersiedelung nach Indien als Husarenleutnant. B.P studiert Land und Leute und hält dies in zahlreichen Zeichnungen fest.
1884-1885 Rückkehr über Südafrika nach England
1888 Teilnahme am Zulufeldzug. B.P bildet für die Armee "Scouts" aus. Er wendet hierbei neue Methoden an und bildet kleine eigenverantwortliche Gruppen.
1889-1892 Als britischer Nachrichtenoffizier beweist er als Spion Einfallsreichtum
1896-1897 Matabelefeldzug in Südafrika
1899-1900 Burenkrieg in Südafrika: B.P verteidigt die kleine Grenzstadt Mafeking gegen eine riesige Übermacht mit pfiffigen Ideen. Dadurch wird er in der britischen Öffentlichkeit zum Volkshelden. Sein Buch "AIDS TO SCOUTING", für Soldaten   wird auch von  Jugendlichen gelesen und in "Waldläuferspielen" umgesetzt.
1902-1907 B.P organisiert in Südafrika die neue südafrikanische Polizei. Als er zum Inspekteur der Kavallerie ernannt wird ist seine militärische Laufbahn auf dem Höhepunkt.
1907 Erstes Probe Pfadfinderlager mit B.P auf der Insel "Brownsea Island".
B.P organisiert die Jungen in kleinen Gruppen und überträgt Verantwortung. Dies ist in der Erziehung der damaligen Zeit ein absolut neues Verfahren. Allgemein anerkannte Meinung damals war, daß Jugendliche unfähig sind Eigenverantwortung zu übernehmen.
1908 Da B.P nicht möchte, daß sein Militärhandbuch zur Grundlage der sich abzeichnenden Jugendbewegung wird schreibt er  "AIDS TO SCOUTING" in eine für Jugendliche besser geeignete Form um. Es erscheint unter dem Titel "SCOUTING FOR BOYS" in 6  Teilen.
1910 B.P verläßt das Militär um sich dem Aufbau der Pfadfinderbewegung zu widmen.
1912 Heirat mit Olave St.Clair Soames. Aus dieser Ehe gehen die Kinder Peter, Heather und Betty hervor.
1914 Im Sog des 1. Weltkriegs werden auch die Pfadfinder zur Landesverteidigung herangezogen.
B.P´s Mutter stirbt.
1916 In die Pfadfinderbewegung gehen nun auch Wölflinge und Pfadfinderinnen ein.
1919 Die Älteren Pfadfinger gehen in die Roverbewegung über.
1920 In Olympia bei London findet das erste "Jamboree" statt. B.P wird zum "Chief Scout of the world" proklamiert.
1929 Beim "Jamboree" in Birkenhead wird B.P zum Lord of Gilwell ernannt.
1938 B.P siedelt mit 82 Jahren nach Ostafrika über.
8.1.1941 B.P stirbt
27.6.1977 B.P´s Frau, die sich dem Aufbau der Mädchenpfadfinderbewegung gewidmet hat, stirbt.